(10) Die schönste Zugfahrt überhaupt

Freitag (06.06.)

Unser Morgen hat wieder mit einem kostenlosen Frühstück begonnen und sollte wieder in einem Reise-Tag enden. 


Diesmal aber nicht so lange! Von 08:17 Uhr bis insgesamt 13:30 Uhr. Unsere erste Zugfahrt mit den norwegischen Äquivalent zum ICE dauerte nicht lange, sodass wir schon um 11 Uhr in Dombås ankamen.


Am kleinen aber süßen Bahnhof von Dombås, der umgeben ist von irgendwie Nichts aber auch wunderschöner Natur, schienen wieder mehrere Reisegruppen (Senioren you know it) zu warten. 


Zwei ältere Damen haben mit uns das Gespräch gesucht - sie konnten sogar noch ein bisschen Deutsch, weil sie es damals in der Schule gelernt hatten. 


Habt ihr schonmal mitten im Sommer mit fremden nicht-deutschen Frauen O Tannenbaum gesungen?

Emma und ich jetzt jedenfalls schon!


Mit dem norwegischen Äquivalent zu einer Regio-Bahn sind wir dann also weiter nach Åndalsnes. 

Und ja… die Zugfahrt hat definitiv nicht enttäuscht! 

Emma und ich hatten gegenüberliegende Sitzplätze an einem ziemlich großen Fenster und kurz darauf habe ich auch verstanden, wieso wir die Sitze so gebucht hatten.


Unsere Zugfahrt führte durch Felder, das Grüne, Berge, Schluchten - ich glaube ich habe die norwegische Natur verstanden.

Unzählige schmale Wasserfälle stützten sich neben uns die Schluchten herunter und glätteten die harten Felswände und mit Bäumen beschenkten Abhänge.


Lämmer und Pferde zierten das grüne Kunstwerk hinter unserem Zugfenster - und unser treuer Begleiter (gutes Wetter) hat uns auch diesmal nicht hängen lassen.


Die Strecke zwischen Dombås und Åndalsnes war definitiv die schönste Zugstrecke, die ich jeh gefahren bin.


Angekommen in Åndalsnes hieß es: Essen. Aber wo? Alles war irgendwie zu oder nicht vegetarisch… Unsere Rettung war der MIX beim Rathaus, bei dem wir uns Pommes und ein mit Käse überbackenes Baguette mit Mais, Salat und sonstigen lecker Sachen (Minus Bacon) gekauft haben - und es war mega. 


Ab 15 Uhr konnten wir in unser Zimmer einchecken. 

Unser Zweierzimmer war Teil einer (etwas heruntergekommenen) Wohnung mit noch drei weiteren Zimmern sowie einer kleinen Küche und zwei Bädern. 


Unser erster Eindruck war: okayyy…. da hat jemand einfach sein ganzen Zeug in der Küche liegen lassen?! Das Bad (wir haben erstmal nur eins gefunden) ist irgendwie ein bisschen ranzig…


Trotzdem sind wir in unser geräumiges Zimmer gegangen und haben uns wenig später auf den Weg zu einem Spaziergang gemacht, der uns bis ins „Industriegebiet“ geführt hat. Norwegische Supermärkte machen Spaß (solange man nicht auf die Preise schaut).


Zurück in unserer Unterkunft haben wir das zweite Bad gefunden (die Dusche war mega); entspannt und Mittagessen für den nächsten Tag vorbereitet. 


Das Gefühl von „irgendwie bisschen ranzig hier“ hat sich spätestens verflüchtigt, als wir die Verursacherinnen des Küchen-Chaos getroffen haben: zwei nette Schweizerinnen auf Wanderurlaub, denen gesagt wurde, dass nur sie in der Wohnung sein würden.


Ein schöner und (man kann es nicht oft genug sagen) entschleunigter Tag in Åndalsnes!  











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